Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.
(Bertold Brecht)

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
(Albert Schweitzer)

Was die Raupe Ende der Welt nennt,
nennt der Rest der Welt Schmetterling.
(Laozi)

Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.
(Anne Morrow Lindbergh)

Was das Schicksal schickt, ertrage, auch im Leben nicht verzage.
Ob in Freude, ob in Trauer; glaube niemals an die Dauer.
(Theodor Storm)

Unsere Toten gehören zu den Unsichtbaren,
aber nicht zu den Abwesenden.
(Johannes XXIII)

1 - 16

1.
Du warst so gut, starbst viel zu früh,
wer dich gekannt, vergisst dich nie,
nun schlummre sanft und ungetrübt,
du wirst ja von uns fortgeliebt.
  2.
Müh und Arbeit war dein Leben,
Ruhe möge Gott der Herr dir geben.
Nun gutes Herz, ruh still in Frieden,
ewig beweint von deinen Lieben.
3.
Es muss wohl Gottes Wille sein,
das man vom Liebsten,
das man hat, muss scheiden.
  4.
Es kam der Tod mit leisen Schritten,
in unser friedlich stilles Haus,
ganz unverhofft aus unserer Mitte,
riss er ein teures Herz heraus.
5.
Ich bin nicht tot, ich bin nur fern,
ich bin voraus bei unserem Herrn.
  6.
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
ist nicht tot, nur fern,
tot ist nur, der vergessen wird.
7.
Ich vertraue auf Gott,
der alles Leid auf Erden enden lässt
und unsere Wege zum Ziele führet.
  8.
Es war so reich dein ganzes Leben
an Arbeit, Sorge, Müh und Last,
wer dich gekannt, muss Zeugnis geben,
wie gut du stets zu jedem warst.
9.
Sterben heißt heimgehen.
Auf Wiedersehen.
  10.
Was Gott tut, das ist wohlgetan,
es bleibt gerecht sein Wille.
11.
Weinet nicht um meine Hülle,
kränket euch nicht unnütz ab.
denket, es war Gottes Wille,
der mich nun rief ins Grab.
  12.
Ein langes Leid hat nun ein Ende,
erlöst bist du von deiner Qual,
wir drücken deine treuen Hände,
auf dieser Welt zum letzten Mal.

13.
Obwohl wir dir die Ruhe gönnen,
ist voller Trauer unser Herz,
dich Leiden sehen und nicht helfen können,
das war wohl unser größter Schmerz.

  14.
Ausgelitten, ausgerungen
hat ein teures Vaterherz
und es zog mit Lieb umschlungen,
nach der Heimat himmelwärts.
15.
Unser Vater ist nicht mehr,
sein Platz in unserem Haus ist leer,
er reicht uns nicht mehr seine Hand,
der Tod zeriss das schönste Band.
  16.
Ein liebes, gutes Mutterherz,
hat aufgehört zu schlagen,
wir fühlen es mit starkem Schmerz,
was wir verloren haben.

Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.